Anschreiben schreiben: Aufbau, Beispiel und typische Fehler
Wie ein Anschreiben aufgebaut ist, welche Formulierungen im Einstieg, Hauptteil und Schluss funktionieren und welche Fehler du dir sparen kannst – mit Checkliste vor dem Absenden.
Was in einen Lebenslauf gehört, was du weglassen kannst – Foto und Geburtsdatum inklusive – und wie du Lücken ehrlich und kurz erklärst. Mit Formulierungen und Checkliste.
· 5 Min. Lesezeit
Der Lebenslauf ist das Kernstück deiner Bewerbung. Wer ihn liest, soll schnell erkennen, was du kannst und warum das zur Stelle passt. Das gelingt mit einer klaren Struktur, konkreten Angaben und dem Mut, Unwichtiges wegzulassen.
In Deutschland ist der tabellarische Lebenslauf Standard. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt in ihrem Ratgeber zum Lebenslauf, mit der jüngsten Station zu beginnen und dann Schritt für Schritt in die Vergangenheit zurückzugehen, und nennt als Obergrenze zwei DIN-A4-Seiten.
Eine bewährte Reihenfolge:
Berufseinsteiger ziehen die Ausbildung nach vorn, weil sie dort mehr zu zeigen haben. Wer schon länger im Beruf ist, fasst die Schulzeit auf eine Zeile zusammen.
Ein typischer Schwachpunkt sind Stationen, die nur aus Jobtitel und Firmenname bestehen. Darunter gehören zwei bis vier Stichpunkte, die zeigen, was du dort getan hast – am besten mit Ergebnis:
Setz dabei deine eigenen Zahlen und Aufgaben ein. Wo du keine Zahlen hast, beschreib Umfang, Verantwortung oder Werkzeuge: für wie viele Personen, mit welchem Budget, mit welcher Software.
Weitere Grundregeln:
Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland keine Pflicht. Auch die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet es als „kein Muss mehr“. Für Geburtsdatum, Geburtsort, Familienstand, Staatsangehörigkeit oder Religion gilt dasselbe: Kein Gesetz verpflichtet dich, sie im Lebenslauf anzugeben. Hintergrund ist unter anderem das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das Benachteiligungen etwa wegen des Alters, des Geschlechts, der ethnischen Herkunft oder der Religion verhindern soll.
Viele Vorlagen führen Geburtsdatum und Foto trotzdem weiterhin auf, und manche Arbeitgeber erwarten sie. Du entscheidest selbst:
Was du dagegen immer weglassen kannst:
Lücken sind normal: Jobsuche, Elternzeit, Pflege von Angehörigen, Krankheit, Neuorientierung, Reisen. Problematisch wird eine Lücke erst, wenn sie unerklärt bleibt und so wirkt, als würdest du etwas verbergen. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt, Unterbrechungen von mehr als zwei Monaten anzugeben und kurz zu schreiben, was du in dieser Zeit gemacht hast.
So formulierst du Lücken knapp und ehrlich:
Wichtig dabei:
Ein Kurzprofil oben im Lebenslauf fasst in wenigen Sätzen zusammen, wer du beruflich bist. Es ist besonders hilfreich bei einem Branchenwechsel oder wenn du viele unterschiedliche Stationen hast. Beispiel:
„Industriekauffrau mit sechs Jahren Erfahrung im Einkauf eines mittelständischen Maschinenbauers. Schwerpunkt Lieferantenmanagement und Preisverhandlungen. Suche eine Position mit mehr Verantwortung in der strategischen Beschaffung.“
Für die Stichpunkte unter jeder Station helfen aktive Verben: „aufgebaut“, „eingeführt“, „verantwortet“, „koordiniert“, „verbessert“. Sie klingen konkreter als „zuständig für“ oder „Mitarbeit bei“.
Wenn du nicht weißt, wie du anfangen sollst: Unter Lebenslauf-Texte erstellst du auf ijob.de ein Kurzprofil und findest Textbausteine für Erfahrung, Ergebnisse und Stärken – kostenlos und ohne Anmeldung. Die Bausteine enthalten Platzhalter, die du mit deinen eigenen Aufgaben und Ergebnissen füllst.
Dazu passt ein Anschreiben, das nicht den Lebenslauf wiederholt, sondern erklärt, warum deine Erfahrung zur neuen Stelle passt. Wie das gelingt, steht im Beitrag Anschreiben schreiben; einen ersten Entwurf erstellst du mit dem Anschreiben-Generator.
Kostenlos und ohne Anmeldung: Anschreiben und Lebenslauf-Texte in wenigen Minuten.
Wie ein Anschreiben aufgebaut ist, welche Formulierungen im Einstieg, Hauptteil und Schluss funktionieren und welche Fehler du dir sparen kannst – mit Checkliste vor dem Absenden.